VERANSTALTUNGEN ZUM 80. GEBURTSTAG VON GISELA ELSNER

Am 2. Mai 2017 würde die Schriftstellerin Gisela Elsner ihren 80. Geburtstag feiern. Aus diesem Anlass veranstaltet die Internationale Gisela Elsner Gesellschaft e.V. Lesungen, Vorträge und Symposien in verschiedenen Städten.

Kommende Termine:

14.07.2017- 15.10.2017 |  Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg
„Ratsam wäre es gewesen, diesen Saal nicht zu betreten. Gisela Elsner und die Gegenwartskunst.“ 
Ausstellung: Gisela Elsners Texte treffen auf Werke der aktuellen Gegenwartskunst.
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15.09.2017 | 9:30 bis 18:00 Uhr | Brecht-Haus, Berlin
Symposium im Literaturforum zu Gisela Elsner und Bertolt Brecht
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15.09.2017 | 20:00 Uhr | Brecht-Haus, Berlin
„Friedenssaison“ 
Ausschnitte aus Gisela Elsners Oper „Friedenssaison“ von 1988
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*= keine Veranstaltung der Internationalen Gisela Elsner Gesellschaft

Weitere Termine folgen in Kürze.

Vergangene Termine:

02.04.2017 | 15:00 Uhr | COHRS, Kaffee & Kunst, Mannheim
„Der bunte Abend am Nachmittag“
Vortrag und Lesung mit Christine Künzel, u.a. aus „Die teuflische Komödie“

22.04.2017 | 20:00 Uhr | KulturMetzgerei, Seeheim-Jugenheim
„Otto der Großaktionär“
Pre-Listening einer Hörspielbearbeitung von Patricia Görg des Romans „Otto der Großaktionär“ von Gisela Elsner.

02.05.2017 | 19:30 Uhr | Zeitungs­Café Hermann Kesten in der Stadtbibliothek, Nürnberg
„Die Auferstehung der Gisela Elsner“ 
Vortrag und Lesung von Christine Künzel zum 80. Geburtstag von Gisela Elsner

02.05.2017 | WDR
„ZeitZeichen: 02.05.1937 – 80. Geburtstag von Gisela Elsner“ 
hier nachhören

04.05.2017 | 14:00 Uhr | KunstKulturQuartier, Nürnberg
„Mittagslesungen“

Friederike Pöhlmann-Grießinger und Roland Eugen Beiküfner lesen Gisela Elsner

05.05.2017 | 19:30 Uhr | Galeriehaus, Hof/Saale*
„Zur Erinnerung an Gisela Elsner“ 
Vortrag und Lesung der Marx-Engels-Stiftung

07.05.2017 | 14:05 Uhr | HR2 Kultur
„Otto der Großaktionär“ 
Sendung einer Hörspielbearbeitung von Patricia Görg des gleichnamigen Romans von Gisela Elsner auf HR2 Kultur

13.05.2017 | 15:05 Uhr | Bayern 2
„Die Nölls“ 
Wiederholung eines Hörspiels von Gisela Elsner aus dem Jahr 1969

14.05.2017 | 15:00 Uhr | Stadtteilgalerie LeonArt St. Leonhard, Nürnberg
„Fliegeralarm“ 
Lesung von Gisela Elsners Bruder Richard Elsner

16.05.2017 | 20:00 Uhr | Regenbogenfabrik, Berlin-Kreuzberg
„Gisela Elsner zum 80. Geburtstag und 25. Todesjahr“ 
Lesung und Erinnerungen von Christa Weber, Musik von Christof Herzog

18.05.2017 | 20:00 Uhr | Buchladen DieZeitgenossen, Esslingen*
„Die Ungerührte – die Auferstehung der Gisela Elsner“ 
Themenabend mit Jens David/ Bund der AntifaschistInnen Esslingen

23.05.2017 | 20:30 Uhr | Fahimi-Bar, Berlin
„Gisela Elsner zum 80. Geburtstag und 25. Todestag“ 
Themenabend des Schernikau-Clubs und des Verbrecher Verlags.

21.06.2017 | 19:00 Uhr | Sommerbaustelle Rote Flora, Hamburg*
„Kantine 3000: Frau Doktor liest Gisela Elsner.“ 
Lesung aus Gisela Elsners Roman „Heilig Blut“

14.07.2017 | 19:30 Uhr | Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg
„Ratsam wäre es gewesen, diesen Saal nicht zu betreten. Gisela Elsner und die Gegenwartskunst.“ 
Eröffnung einer bis zum 15.10.2017 dauernden Ausstellung.

15.07.2017 | 16:30 Uhr | Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg
„Ich bin eine schmutzige Satirikerin.“ 
Lesung von Dr. Christine Künzel im Rahmen des Literatursommerfestes.

FREITAG | 14.07.2017 | VERNISSAGE „Ratsam wäre es gewesen, diesen Saal nicht zu betreten.“

Gisela Elsner Ausstellung in Sulzbach-Rosenberg

 „Ratsam wäre es gewesen, diesen Saal nicht zu betreten“ | Text-Bild-Konstellationen

Vernissage zur Ausstellung am 14.07.2017 um 19:30 Uhr. 

Einführung: Dr. Christine Künzel

Kuratiert von Karen Packebusch, Dr. Christine Künzel & Michael P. Hehl

Eine Kooperation zwischen dem Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg | Literaturhaus Oberpfalz und der Internationalen Gisela Elsner Gesellschaft.

Gisela Elsners Texte treffen auf Werke der aktuellen Gegenwartskunst.

Am 2. Mai 2017 hätte Gisela Elsner ihren 80. Geburtstag gefeiert. Dies war der Anlass für die Idee zu einem außergewöhnlichen Ausstellungsprojekt. Die satirische Schreibweise Elsners ist stark von visuellen Effekten der Verfremdung geprägt, daher liegt eine Verbindung zur bildenden Kunst nahe. Zudem hat sich die Autorin in zahlreichen Werken mit dem Verhältnis von Text und Bild auseinandergesetzt.

Der Reiz dieser Ausstellung liegt in den einzigartigen Text-Bild-Konstellationen, in denen verschiedene Arbeiten von jungen Künstlerinnen und Künstlern mit ausgewählten Textpassagen einer bereits verstorbenen Autorin in Dialog treten. Aus der Gegenüberstellung von Text- und Bild-Kunst ergeben sich künstlerisch-literarische Resonanzen und damit auch neue Deutungsspielräume, die eine spezifische Form ästhetischer Erfahrung ermöglichen.

Die Auswahl der Exponate erfolgte mit Blick auf zentrale Themen in Elsners Werk: Verfremdung des Vertrauten, soziale Unterschiede, Prestige und Stigmatisierung, Kritik der Geschlechterrollen, das Aufspüren faschistischer Strukturen in der BRD-Gesellschaft nach 1945.

Den Flyer zur Ausstellung finden Sie hier als Download: PDF, Flyer_Austellung_Gisela Elsner, 846 KB

Zudem wird Dr. Christine Künzel am Samstag, den 15.07.2017 auf dem Sommerfest des Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg um 16:30 Uhr aus den Werken Gisela Elsners vorlesen. Weitere Informationen finden Sie HIER.

SONNTAG | 07.05.2017 | HÖRSPIEL „OTTO, DER GROßAKTIONÄR“ BEI HR2 Kultur

Das Romanfragment Otto der Großaktionär, das sich im Nachlass der Autorin im Münchner Literaturarchiv Monacensia befindet, wurde 2008 zum ersten Mal im Berliner Verbrecher Verlag veröffentlicht.

Am 7. Mai 2017 um 14.05 Uhr sendet HR2 Kultur erstmals eine Hörspielfassung von Otto der Großaktionär (Bearbeitung: Patricia Görg).

Die Figur Otto der Großaktionär, eine Randfigur in Elsners Roman Das Windei von 1987, erhält hier ein eigenes Leben. Da er einige wenige Aktien an der Chemiefirma hält, in der er bei Tierversuchen zuarbeitet, glaubt Otto Rölz, ein älterer Arbeiter, es könne ihm nun nichts Schlimmeres passieren. Doch schon bald reicht das Geld nicht mehr, und um den Lebensstandard halten zu können, muss er sich lebensgefährlichen Medikamentenversuchen aussetzen. Doch selbst das verhindert nicht, dass er bald die erste seiner wenigen Aktien verkaufen muss …

Otto, der Großaktionär ist schon insofern eine Rarität, als sich Elsner hier erstmals mit der Lebenswelt der Arbeiter auseinandergesetzt hat.

DIENSTAG | 02.05.2017 | LESUNG UND VORTRAG IN DER STADTBIBLIOTHEK NÜRNBERG

Am 2. Mai 2017 hätte Gisela Elsner ihren 80. Geburtstag gefeiert, doch sie nahm sich 1992, im Alter von 55 Jahren, in München das Leben.

Sie veröffentlichte zeitlebens acht Romane, diverse Erzählungen, Aufsätze und Hörspiele sowie ein Opernlibretto. Für ihr Werk erhielt sie etliche internationale Auszeichnungen, darunter den Prix Formentor für ihren ersten Roman »Die Riesenzwerge«.

Anlässlich des 80. Geburtstags der Autorin wird Dr. Christine Künzel, Literaturwissenschaftlerin und Erste Vorsitzende der Internationalen Gisela Elsner Gesellschaft, die Schriftstellerin anhand eines Vortrags und ausgewählter Texte vorstellen.

Weitere Informationen im Programm der Stadtbibliothek Nürnberg, abrufbar HIER oder als Download, PDF, 1,1 MB

 

Call for Papers: Symposium Gisela Elsner und Bertolt Brecht

Die Frist ist verlängert bis zum 31. Oktober 2016

V-Effekte und andere Versuche die Wirklichkeit zu bewältigen: Gisela Elsner und Bertolt Brecht

Call for Papers für das Symposium am Freitag, den 15. September 2017 im Literaturforum im Brecht-Haus, Berlin.

In Interviews betonte Elsner immer wieder, wie sehr sie die Lektüre der Texte Bertolt Brechts – neben denen Franz Kafkas und Heinrich Manns – geprägt hätten und dass sie sich als Autorin in der literarischen Tradition Kafkas und Brechts sehe.

Doch sind die literarischen und politischen Berührungspunkte zwischen Elsner und Brecht vielfältig. Ziel des Symposiums am 15. September 2017 soll es sein, verschiedene Berührungspunkte zwischen den Schreibweisen, Themen und Werken Gisela Elsners und Bertolt Brechts zu beleuchten.

Der Call for Papers zu dieser Veranstaltung, mit allen wichtigen Informationen, steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung: Call for Papers, PDF, 0,12 MB

Gisela Elsner „Die teuflische Komödie“ | Neuerscheinung

Im Rahmen der Werkausgabe des Berliner Verbrecher Verlages erscheint aktuell das bisher unveröffentlichte Romanfragment „Die teuflische Komödie“ von Gisela Elsner.

Herausgegeben und mit einem Nachwort von Christine Künzel.

Buchcover: Gisela Elsner „Die teuflische Komödie“
Gisela Elsner „Die teuflische Komödie“

Ort: die Erde. Zeit: die nähere oder fernere Zukunft – nach dem Zusammenbruch eines Vierten Reichs.

Der Menschheit droht die Vernichtung durch einen nuklearen Krieg. Die Regierungsmitglieder der wichtigsten westlichen Staaten haben sich in Satelliten geflüchtet, um dem Inferno zu entgehen. Doch dann kommt alles ganz anders: Die Welt wird in letzter Minute gerettet – und zwar durch eine Revolution. Die sogenannten Gleichmacher versuchen, nach ihrem Sieg ein sozialistisches System zu etablieren – nicht gewaltfrei. Es wird grausam gefoltert und leidenschaftlich hingerichtet.

Doch bei Gisela Elsner wird die Racheorgie bis zur Burleske getrieben. Nach dem Vorbild der russischen Revolution werden Volkskommissare eingesetzt, um eine provisorische Regierung zu bilden. Elsner hatte offenbar Spaß daran, die absurdesten Kommissariate zu erfinden, so einen Volkskommissar für Meinungs- manipulationsahndung, eine Volkskommissarin für Familienentflechtung oder gar einen Volkskommissar für Bourgeoisieerrungenschaftsentrümpelung.

Erzählt wird aus der Perspektive eines Vertreters des kapitalistischen Systems, des ehemals prominenten Fernsehkommentators Benno Flex. Durch diesen „Kunstgriff“ solle sich das kapitalistische System selbst entlarven – so die Hoffnung Elsners. 1986, als sie mit der Arbeit andem Manuskript begann, war dies noch vorstellbar. Doch das sollte sich mit dem Zusammenbruchder Sowjetunion und der verbündeten sozialistischen Staaten ändern. So blieb der Text einFragment – ein sehr umfangreiches und von der Idee her ausgereiftes.

„Die teuflische Komödie“ zeigt, dass Gisela Elsner keineswegs davor zurückschreckte, auch den Sozialismus ihrer satirischen Kritik auszusetzen.

Broschur, 320 Seiten, 16,00 €, ISBN: 9783957321183

Pressestimmen:

Rezension von Moritz Scheper in ZEIT Nr. 40 vom 22.9.2016

Rezension von Kai Köhler in Junge Welt Nr.65 vom 17.03.2016

Rezension von Verena Gold bei Literaturkritik.net

Dissertationsprojekt von Tanja Röckemann

Ein Kurzexposé zum Dissertationsprojekt „‚Zerreißproben‘ -Das Werk von Gisela Elsner im Kontext der ästhetisch-politischen Konfliktlagen zwischen BRD und DDR und in der Berliner Republik“ (2016), von Tanja Röckemann, steht ab heute in der Rubrik „Forschung“ zum Download zur Verfügung.