Gisela Elsner

Portrait aufgenommen von Hilde Zemann
Potrait von Gisela Elsner © Hilde Zemann

Gisela Elsner wurde 1937 in Nürnberg als Tochter des Siemens-Direktors Richard Elsner (1905-1994) geboren. Nach dem Abitur verließ sie Deutschland und studierte Germanistik, Theaterwissenschaften und Philosophie in Wien. Als freie Schriftstellerin lebte sie anschließend u.a. in Rom, London und New York. Zu Beginn der 19

70er Jahre kehrte Elsner in die Bundesrepublik zurück, lebte zunächst in Hamburg, später in München.

Ihr Debütroman Die Riesenzwerge wurde im Erscheinungsjahr 1964 mit dem hoch dotierten Prix Formentor ausgezeichnet. Ab Mitte der 1980er Jahre gerieten ihre Werke jedoch zunehmend in Vergessenheit. Ihr Suizid im Jahr 1992 und der gefeierte Film Die Unberührbare (2000), der auf der Biografie der Autorin basi

ert, lenkten zwar öffentliche Aufmerksamkeit auf die Person Elsner, eine Beschäftigung mit ihren Texten wurde dadurch allerdings kaum angeregt. Durch eine Neuedition im Berliner Verbrecher Verlag seit 2002 erfahren die Werke Elsners neue Aufmerksamkeit – nicht zuletzt durch die Publikation bislang unveröffentlichter Manuskripte aus dem Nachlass. Mittlerweile wird Gisela Elsner nicht nur als einflussreiche deutschsprachige Schriftstellerin der 1950er bis 1990er Jahre, sondern auch als die wohl bedeutendste Satirikerin in der literarischen Landschaft der Bundesrepublik wahrgenommen. Das Gesamtwerk Elsners zeichnet sich insbesondere durch eine kritische Betrachtung der Bundesrepublik Deutschland, die Auseinandersetzung mit dem Faschismus und dem Einfluss des Kapitalismus nicht nur auf Wirtschaft und Politik, sondern auch auf familiäre und private Beziehungen aus.

Weitere Informationen zu Gisela Elsner finden Sie im Lebenslauf der Autorin, erfasst von Christine Künzel:

Detaillierter Lebenslauf von Gisela Elsner, PDF, 0,01 MB

Portrait der Autorin auf den Seiten des Verbrecher Verlags


Fotos von Gisela Elsner im Kreise ihrer Familie 

Die Internationale Gisela Elsner Gesellschaft bedankt sich herzlich bei Richard Elsner für das Bereitstellen der Aufnahmen.