Über den vorsätzlichen Einsatz von Worten
Unter dem Titel Verfluchte aus Leidenschaft findet sich auf der Homepage des Demokratischen Salons seit kurzem ein weiterer Beitrag von Christine Künzel, welcher insbesondere die essayistischen Arbeiten Gisela Elsners in den Fokus stellt. Elsner nutzte diese Form des Schreibens nicht nur, um sich allgemeineren gesellschaftlichen Themen zu widmen, sondern insbesondere auch, um sich mit dem Literaturbetrieb, seinen Erzeugnissen und der Rezeption derselben kritisch auseinanderzusetzen.
Künzel zeigt auf, wie Elsner so im Laufe ihres Schaffens immer wieder über literarisches Wirken reflektierte, um der Verantwortung, in der sie sich als Schriftstellerin gegenüber der Gesellschaft sah, gerecht werden zu können. Diese Auseinandersetzungen, sowohl mit dem eigenen als auch mit fremdem künstlerischen Schaffen – und die darauf folgenden, stets bewussten und ausdrücklichen Positionierungen Elsners in spezifischen Teilen des literarischen Feldes – stellen einen wichtigen Schlüssel zum Verständnis der Werke und des gesellschaftlichen Kontexts, der die Rahmenbedingungen ihres Entstehens bildete, dar:
